
Südkorea hat offiziell einen Plan vorgestellt, sein erstes atomgetriebenes U-Boot zu entwickeln – ein Schritt, der als historisch für die militärischen Fähigkeiten des Landes gilt.
Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters plant die südkoreanische Regierung, das Schiff Mitte der 2030er Jahre vom Stapel zu lassen und vor 2040 in Dienst zu stellen.
Das Projekt mit dem Namen „Jangbogo-N“ wurde vom südkoreanischen Verteidigungsministerium als Teil der Bemühungen vorgestellt, die Abschreckungsfähigkeit gegenüber Nordkorea zu stärken und die operative Reichweite der Marine in entfernteren Gewässern auszubauen.

Nach Angaben lokaler Behörden sollen die U-Boote niedrig angereichertes Uran mit einem Anreicherungsgrad von unter 20 % verwenden, um das Programm mit internationalen Regeln zur nuklearen Nichtverbreitung in Einklang zu halten. Die Regierung betonte, dass die Schiffe keine Atomwaffen tragen werden und mit heimischer Technologie im Bereich Schiffbau und Reaktoren entwickelt werden.
Der Atomantrieb würde es den U-Booten ermöglichen, deutlich länger unter Wasser zu bleiben als die derzeitigen diesel-elektrischen Modelle Südkoreas, und zudem höhere Geschwindigkeit und Mobilität bieten. Analysten zufolge würde dies dem Land eine wesentlich effektivere Fähigkeit verleihen, nordkoreanische U-Boote mit ballistischen Raketen aufzuspüren.

Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen in der Region. In den vergangenen Wochen hat Nordkorea neue Marinewaffen vorgestellt und sein Programm für U-Boote und seegestützte Raketen weiter ausgebaut.
Südkorea verfügt bereits über eine der fortschrittlichsten Schiffbauindustrien der Welt, angeführt von Unternehmen wie Hanwha Ocean und HD Hyundai Heavy Industries, die für die Produktion der aktuellen U-Boote der KSS-III-Klasse verantwortlich sind.
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